Jeder Angler kennt das: Man steht im Angelladen und wird von der Auswahl erschlagen. Hunderte Ruten, Rollen, Köder – und der Verkäufer empfiehlt natürlich das teuerste Set. Doch die Wahrheit ist: Für den Einstieg brauchst du keine 500 Euro auszugeben.
Die Grundausstattung für Einsteiger besteht aus fünf Dingen: Rute, Rolle, Schnur, Haken und Köder. Dazu kommen ein Kescher und eine Zange. Alles andere ist optional und kann später ergänzt werden.
Bei der Rute empfehle ich eine Allroundrute mit 2,70m Länge und 10-40g Wurfgewicht. Damit kannst du sowohl Friedfische als auch kleine Raubfische fangen. Eine Shimano Catana oder eine Daiwa Ninja sind bewährte Modelle im Preisbereich von 30-50 Euro.
Die Rolle sollte eine Stationärrolle der Größe 2500-3000 sein. Die Shimano FX oder die Daiwa Crossfire sind hervorragende Einsteigerrollen für 25-40 Euro. Dazu eine monofile Schnur in 0,25mm Stärke – perfekt für die meisten Situationen.
Beim Köder kommt es darauf an, was du fangen willst. Für Friedfische reichen Maden, Mais und Teig – die bekommst du für wenige Euro im Angelladen. Für Raubfische empfehle ich ein Starterset mit 5-6 Gummifischen in verschiedenen Farben und Größen.
Was du NICHT brauchst: Einen Bissanzeiger (brauchst du erst beim Karpfenangeln), eine Kopflampe (die billige vom Baumarkt tuts auch), einen teuren Angelkoffer (eine einfache Box reicht) oder Spezialkleidung (normale Outdoor-Kleidung ist völlig ausreichend).
Mein Tipp zum Schluss: Investiere lieber in einen Angelschein-Kurs als in teure Ausrüstung. Der Schein ist in den meisten Bundesländern Pflicht und das Wissen, das du dort lernst, ist unbezahlbar.
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