Das Frühjahr ist eine der spannendsten Zeiten für Zanderangler. Sobald die Wassertemperatur auf 8-10 Grad steigt, beginnen die Zander aktiv zu fressen. Nach der langen Winterpause sind sie hungrig und ziehen in flachere Bereiche, wo sich Beutefische aufhalten.
Die besten Spots im Frühjahr sind Buhnenfelder an großen Flüssen wie Elbe, Rhein und Donau. Hier sammeln sich die Zander an den Strömungskanten und lauern auf vorbeitreibende Beute. Auch Hafeneinfahrten und Warmwassereinläufe von Kraftwerken sind erstklassige Stellen.
Beim Köder setze ich im Frühjahr auf Gummifische zwischen 10 und 14 cm in natürlichen Farben. Motoroil, Green Pumpkin und Pearl White sind die Gewinner. Die Führung sollte langsam und grundnah sein – die Zander sind zwar aktiv, aber noch nicht in Höchstform. Ein klassisches Faulenzen mit 2-3 Kurbelumdrehungen und Absinkpause von 3-4 Sekunden ist oft der Schlüssel.
Wichtiger Tipp: Achte auf die Mondphasen. Viele erfahrene Zanderangler schwören darauf, dass die Beißaktivität bei Neumond und in den Tagen danach am höchsten ist. Das liegt vermutlich an der geringeren Helligkeit in der Nacht, was die Zander tagsüber aktiver macht.
Die Rutenauswahl ist entscheidend: Eine sensitive Rute mit 5-30g Wurfgewicht und einer Länge von 2,40-2,70m ist ideal. Geflochten in 0,10-0,12mm gibt dir die nötige Sensibilität, um auch vorsichtige Bisse zu erkennen. Ein Fluorocarbon-Vorfach von 50-70cm in 0,30mm ist Pflicht, denn Zander haben scharfe Zähne und ein gutes Auge.
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